03.04.2019

Wir haben eine Leadmaschine gebaut – Teil 1

Ein Unternehmen aus der Technischen Industrie hatte eine schwierige Aufgabe zu bewältigen: Das Unternehmen verfügte über innovative Produkte, welche sie klassisch verkaufte (Callcenter, Außendienst) und die in vielerlei Branchen zur Anwendung kamen. Trotz hervorragender Referenzen war der Umsatz in den letzten 5 Jahren kontinuierlich zurück gegangen. Das haben wir innerhalb eines Jahres geändert.

Die Website

Ausgangssituation


Die Website des Unternehmens war bereits in die Jahre gekommen. Dies war nicht nur am Design und der fehlenden Responsiveness der Seiten zu erkennen, sondern auch in der über Jahre gewachsenen Sitemap-Struktur. Damit der Kunde zu wichtigen Informationen wie Datenblätter oder Zubehör kam, musste er mindestens 5-mal klicken. Kontaktmöglichkeiten für den Kunden gab es lediglich in Form von Kontaktformularen, die wiederum auf separaten Seiten zu finden waren.

Ein Gespräch mit dem Verkauf ergab, dass sich die Organisation der Kunden geändert hatte. Während früher vor allem technische Gespräche stattfanden, steht mittlerweile der Preis im Vordergrund. Auf die Frage, wer in der neuen Organisation der Kunden nach diesen Produkten sucht, wurde erklärt, dass der Auftrag von der Forschungs- und Entwicklungsabteilung an den Einkauf übergeben wurde.

Eine klare Forderung des Kunden war ebenfalls, dass das bestehende CMS (TYPO3) beibehalten werden sollte. Die Handhabung sollte jedoch nach Anpassung der Website einfacher sein, da sich das Unternehmen keinen Content Manager leisten konnte, sondern die Aufgaben von verschiedenen administrativen Personen übernommen werden.

Eine E-Commerce-Lösung würde ebenfalls in Betracht kommen, sofern es möglich ist, die komplexen Produkte darin abzubilden.

Warum Hennig den Zuschlag bekam


Dem Unternehmen wurden mehrere Design-Vorschläge vorgelegt, die vor allem Bilder und Elemente enthielten, die das aktuelle CI/CD des Unternehmens widerspiegeln. Zusätzlich wurden Bildanteile integriert, in denen auch die Branche des Kunden zu erkennen war.

Damit der Kunde schnell und einfach Kontakt bei Fragen aufnehmen kann, wurden in TYPO3 neue Komponenten gebaut: Zum einen ein Kontaktbalken, welcher als Störer eingesetzt werden konnte, und der sowohl die Möglichkeit bietet eine E-Mail zu schreiben wie auch anzurufen. Zum anderen wurden auch zwei Sticky-Komponenten entwickelt, die auf der rechten Seite beim Scrollen mitlaufen. Es wurden auch noch weitere Text- und Bildkomponenten hinzugefügt, die einfach aber flexibel handhabbar waren.

Der Content des Kunden war sehr stark technisch orientiert. Die Aussage des Verkaufs über die geänderten Ansprechpartner legte nahe, ihn komplett umzuschreiben. Wir hielten es jedoch für das Beste, zunächst für die Top 5 besuchten Seiten einen A/B Test zu machen und dann die Entscheidung zu treffen. Dazu wurde der technische
Content für die B-Seiten komplett überarbeitet und in einer allgemeinverständlichen und kaufmännischen Sprache erstellt. Zusätzlich haben wir Interviews mit zufriedenen Kunden durchgeführt und kurze Referenzseiten erarbeitet.

Die Sitemap wurde neu gegliedert und eine Drop-Down Navigation anstelle der bisherigen klassischen eingesetzt. Somit konnte der Websitebesucher sowohl nach Produkten wie auch Lösungen suchen. Die Analyse der Customer Journey zeigte auch auf, dass vor allem bestehende Kunden nach technischen Dokumentationen suchten. Hierfür wurde ein eigenes Dokumentencenter erstellt, zu welcher der Kunde ebenfalls direkten Zugang über das erste Level in der Navigation erhielt. Zugriff auf diese Dokumente bekam der Kunde jedoch erst nach Eingabe seiner Kontaktdaten.

Das Fundament zum Bau einer Leadmaschine war also gelegt.
Sie benötigen ebenfalls eine Leadmaschine? Freuen Sie sich auf die kommenden beiden Teile von der Serie «Wir haben eine Leadmaschine gebaut» oder kontaktieren Sie uns direkt.